Erich Fraaß (* 1893, † 1974)

Biografie:
1893 geboren in Glauchau
1907 – 1910 Ausbildung zum Lithograf
1910 - 1913  Besuch der Kunstgewerbeschule in Dresden
1913/14 Studium an der Kunstakademie bei Oskar Zwintscher (1870 – 1916)
1914 – 1918 Soldat, Fraaß wurde mehrmals verwundet
1918 Mitglied des Spartakusbundes
1919 - 1922 Fortsetzung des Studiums bei Robert Sterl (1867 – 1932), Meisterschüler Sterls
danach als freischaffender Künstler tätig,
1921 Großer Staatspreis und Jubiläumsstiftung der Stadt Dresden
1921 Mitglied der Künstlergruppe „Die Schaffenden“
1925 - 1926 Studienreisen in die Niederlande, nach Spanien und in den Böhmerwald, die Steiermark und nach Tirol
1926 Teilnahme an der Internationalen Kunstausstellung  in Dresden
1931 Mitbegründer und Vorsitzender der Neuen Dresdner Sezession 1932 (1934  verboten)
1933 als „entartet“ diffamiert, das  Atelier auf der Ammonstraße wurde 1945 zerstört
1934 Teilnahme an der Internationalen Kunstausstellung in Brooklyn
1935 Aberkennung der Künstlerschaft
1942 zusammen mit Bernhard Kretzschmar Studienreise nach Galizien
1945 Mitwirken im Vorstand des antifaschistischen Vertrauensrates Bildender Künstler
1947 Dozent , ab 1953 - 58 Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1974 starb Erich Fraaß in Dresden.

Ausstellung in der KUNSTAUSSTELLUNG KÜHL:

2009  85 Jahre -  Jubiläumsausstellung der Galerie Kunstausstellung Kühl, TEIL I
           ausgewählte Werke

Ausstellungen (Auswahl):

Die Arbeiten befinden sich im Besitz von:

aus Rezensionen (Auswahl):
„Wärme, Teilnahme und Offenheit kennzeichnen die Werke des Malers Erich Fraaß. Ekstatische Hingabe an das Geschöpfliche wie an die Natur bestimmen sein Schaffen. Er möchte mit seiner Kunst einen zuversichtlichen Ausblick auf das Leben geben. Trotz seines humanen und zutiefst sozialen Empfindens ist er aber kein Maler, der mit uns einen aufrührerischen Dialog über die fatalen Schicksalsschläge, denen die Menschheit immer wieder ausgesetzt ist, führen würde. Nicht die Zerbrechlichkeit des Menschen ist sein Thema und auch nicht das Trauma seines Daseins, sondern das Kreatürlich-Ewige, der Mensch in seiner Arbeitswelt voll vitaler Wärme und humanistischer Lebenskraft.“
Clausnitzer, Gert: Erich Fraaß. In: Trotzdem. Neuanfang 1947. Zur Wiedereröffnung der Akademie der bildenden Künste Dresden. Phantasos I. Hg. von Rainer Beck und Natalia Kardinar. Dresden 1997.

 

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Fraaß, Erich. Kuhhirt bei Beronuka. 1944. Aquarell.signiert u. li., 48,4 cm x 63,8 cm.
Fraaß, Erich. Merino - Schafe. 1938-1940. Aquarell. signiert u. re. 46,5 x 59,5 cm.
Fraaß, Erich. Waldlichtung. Moritzburg. 1950 - 1960. Aquarell. signiert u. li.66,5 x 47,9 cm.