Hermann Glöckner (* 1889, † 1987)
Biografie:
1889 in Cotta bei Dresden geboren
1903 Besuch der städtischen Gewerbeschule Leipzig
1904-1909 Ausbildung und Tätigkeit als Musterzeichner für Textilien,
Abendstudium an der Kunstgewerbeschule Dresden
1910 als freischaffender Künstler tätig
1910-1914 Besuch der Abendschule
1911 Ablehnung seiner Bewerbung an der Akademie der Künste Dresden
Unterricht bei Carl Rade
1915-1918 Kriegsdienst
1919-1923 erste gegenstandslose Arbeiten
seit 1920 wieder freischaffend tätig
Besuch von Zeichenkursen der Abendschule
1921 Heirat mit Frieda Paetz
1923 wiederholte Bewerbung und Ablehnung an der Akademie der Bildenden Künste Dresden
1924 ermöglicht Otto Gussmann ihm ein Studium an der Kunstakademie
Zusammenarbeit im Malsaal mit Hans Grundig und Wilhelm Lachnit
1925 Hermann Glöckner verlässt die Akademie
1926-1930 Methodische Versuche des konstruktiven Aufbaus von Zeichnungen, Bildern und Vermessungen mittels linearer Systeme
1927 Aufnahme in Deutschen Künstlerbund
1931-1936 Beschäftigung mit Tafelbildern, intensive Auseinandersetzung mit Material und Form, Erschließung des dreidimensionalen Raumes
1937 Abschluss seiner Auseinandersetzung mit Tafelbildern
Entstehen von „Rollbildern“, Fortsetzung seiner Materialstudien
Einritt in „Dresdner Sezession 1932“
Zeitschriften und Zeitungen finden Verwendung in seinen Werken
1935 erste dreidimensionale Flächenteilung: „Modell der räumlichen Faltung eines Rechtecks“
1937-1944 Ausstellungen werden ihm verwehrt
verstärkte Auseinandersetzung mit Aufgaben am Bau,
Spezialisierung auf Technik des Sgraffito -Putzschnitt
Schrift – und dekorative Gestaltung an Gebäuden
Befreiung von Kriegs – und Hilfsdiensten aufgrund des labilen Gesundheitszustandes
1945 bei dem Bombenangriff auf Dresden werden Atelier und Wohnung Hermann Glöckners zerstört
Beteiligung an der Ausstellung „der ruf – befreite kunst“ im Grünen Haus am 11. Nov.
1945 – 1948 Auseinandersetzung mit freier Abstraktion
Papier wird zum bevorzugten Arbeitsmaterial, Beschäftigung mit verschiedenen Drucktechniken
Glöckner wendet sich von der konventionellen Malerei ab.
Beginn mit „Profilen“ – Fortsetzung bis 1968
1946 Umzug in das Künstlerhaus
Beteiligung an der „Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung“, Teilnahme am Kongress
1949 Beteiligung an der „Zweiten Deutschen Kunstausstellung“, Mitglied der Vorjury
1952 Sgraffito – Arbeiten am Bau
1955 Besuch der Documenta
Besuch der Picasso – Ausstellung (Hamburg)
1957 – 1959 Schema seines Tafelkonzeptes findet Eingang in seinen Faltungen
Auseinandersetzung mit Plastik
1961 – 1962 Entstehen von Monotypien und Abdrucken, verstärkte Zuwendung zur Plastik
Entstehen erster informeller Arbeiten
1964 Wilhelm Müller wird der einzige Schüler Hermann Glöckners
1968 Tod Frieda Glöckners
1969 Ausstellung im Kupferstich – Kabinett anlässlich des 80. Geburtstages Hermann Glöckners (Werke von vor 1945, u. a. 60 Tafeln)
Der Verkauf des Kataloges wird unterbunden.
Beteiligung an der Biennale Konstruktiver Kunst (Nürnberg und Ljubljana)
1974 In der Ausstellung „Der Konstruktivismus und seine Nachfolge in Beispielen aus dem Bestand der Staatsgalerie Stuttgart und ihrer grafischen Sammlung“ werden 11 Arbeiten gezeigt.
1975 Auftrag für eine Stahlplastik
1979 Dauervisum
Aufenthalte bei seiner Lebensgefährtin Traude Stürmer in Berlin (West), im Sommer Reise nach Paris
1982 6 frühe Tafeln Glöckners werden von den Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin (West), Nationalgalerie angekauft
1984 Ausstellung im Kupferstich – Kabinett Dresden anlässlich des 95. Geburtstages des Künstlers.
Nationalpreis der DDR.
1986 vom Künstlerbund wird ihm die Ehrenmitgliedschaft angetragen
1987 stirbt Hermann Glöckner
(biografischen Angaben: Katalog "Gegenwelten. Informelle Malerei in der DDR. Das Beispiel Dresden." Hrsg. Sigrid Hofer. 2006)
Ausstellungen in der KUNSTAUSSTELLUNG KÜHL :
1927 Einzelwerke
1930 mit Kollwitz, Schmidt-Rottluff
1934 Einzelwerke
1947 Hauptausstellung Hansheinrich Palitzsch, außerdem werke von Hermann Glöckner, Karl Otto Götz, E. W.Nay
1951 „Dresdner Malerei der Gegenwart“, gemeinsam mit Johannes Beutner, Johannes Kühl, Gerlach, Albert Wigand, Paul Wilhelm, Hans Jüchser u. a.
1966 Gedenkausstellung für Heinrich Kühl
1974/ 75 Angebotsausstellung Grafik I Gemälde I Plastik des XX. Jahrhunderts
1976/ 77 Angebotsausstellung Grafik I Gemälde I Plastik des XX. Jahrhunderts
1977/ 78 Angebotsausstellung an Aquarellen Zeichnungen und Druckgrafik
Dresdner Künstler 1900-1977
1978/ 79 Angebotsausstellung Grafik I Gemälde I Plastik des XX. Jahrhunderts
1979 HERMANN GLÖCKNER - Malerei – Plastik – Grafik – Ausstellung zum 90. Geburtstag des Künstlers
1979 EIKON Grafik im Verlag der Kunst Dresden, Mappen – Kassetten – Objekte
1979/ 80 Angebotsausstellung an Grafik I Gemälde I Plastik
1980/ 81 Angebotsausstellung Grafik I Gemälde I Plastik des XX. Jahrhunderts
1981/ 82 Angebotsausstellung Grafik I Gemälde I Plastik des XX. Jahrhunderts
1982/ 83 Angebotsausstellung Grafik I Gemälde I Plastik des XX. Jahrhunderts
1989 65 Jahre Kunstausstellung Kühl
1990 Hermann Glöckner (1889-1987) Arbeiten aus dem Atelier
1992/ 93 Angebotsausstellung Grafik I Gemälde I Plastik des XX. Jahrhunderts
1993/ 94 Angebotsausstellung Grafik I Gemälde I Plastik des XX. Jahrhunderts
1994 Dresdner Malerei und Grafik aus drei Jahrzehnten aus Anlass des 70-jährigen Bestehens der Galerie
Werke u. a. von: Bellmann, Bergander, Beutner, Bursche, Cassel, Dix, Fraass, Glöckner, Griebel, Hassebrauk, Heuer
1998 Dresdner Malerei – Gemälde von Beutner, Cassel, Christoph, Glöckner, Griebel, Hassebrauk, E. Hippold, Körnig, Lachnit, Lohse, Querner, Rakebrand, Rudolph
2000 75 Jahre Kunstausstellung Kühl – Gemälde I Grafik I Plastik des XX. Jhd., Einzelwerke
2004 Hermann Glöckner I Wilhelm Müller I Dietrich Nietzsche
Bild - Raum - Konstruktiv
2007 INFORMEL. SPIELARTEN UND GRENZBEREICHE
2009 85 JAHRE KUNSTAUSSTELLUNG KÜHL
Jubiläumsausstellung Teil 1 I 1924 – 1965 Künstler der Galerie, Einzelwerke
2011Kabinettausstellung zu Klaus Dennhardt
Retrospektive zum 70. Geburtstag
2011 unverblümt und fein gestimmt -
erfüllter Kosmos im gebannten Licht
Künstler der Galerie, Einzelwerke
« zurück
|
Hermann Glöckner. o.T. (grün/ blau), 1957-59 Monotypie 36,3 x 26 cm unsigniert, Bestätigung durch Galerie,
Hermann Glöckner. o.T. (gelb/blau) 1957-59 Monotypie 36,3 x 25 cm unsigniert, verso Bestätigung durch Galerie
|