Rosso Majores (* 1911, † 1996)

Biografie:

1911  Eisfeld - 1996 Dresden
1926-1928 Besuch der Kunstgewerbeschule Eisfeld, bei C. Lorenz
1929 -1933 Studium an der Kunsthochschule Weimar bei den Professoren Felix  Meseck und Walter Klemm
ab 1934 freischaffend in Weimar
               Studienreise in die Schweiz
ab 1935 freischaffend im Kreis Dresden tätig, später Dresden
1935 Weixdorf bei Dresden
1935 Heirat mit Gertrud (Tud) geb. Walmann, Bildhauerin
ab 1936 Langebrück bei Dresden
Geburt der Tochter Christa
1940 zum Militär eingezogen, Verwundung
bis Ende 1941 Lazarettaufenthalt
1942-45 Militärdienst
ab 1945 wieder freischaffend in Dresden/ Klotzsche
seit 1945 Mitglied des VBK/D später DDR
Zeichenlehrer an der Grudnschule Klotzsche/ Dresden
seit 1952 Leiter verschiedener Mal- und Zeichenzirkel
1953-1954 Leiter des Arbeitsgebietes Dresden des Verbandes Bildender Künstler der DDR der Stadt Dresden
seit 1955 Vorstandsmitglied der genossenschaft "Kunst der Zeit" Dresden
1970 Nationalpreis

Ausstellungen in der Kunstausstellung Kühl:

1937 Josef Hegenbarth - Ausstellung, Gemälde I Aquarelle I Zeichnungen  I Radierungen I  Tiere,
parallel dazu Einzelwerke von Carl Hofer, Fritz Winkler , Arthur Hesse, Martin Ritter, Rosso Majores und Erhard Hippold
außerdem: Dr. Hans Georgi I Aquarelle und Zeichnungen
1991 Personalausstellung zum 80. Geburtstag - Gemälde und  Zeichnungen
2001 Rosso Majores 1911-1996  I  Malerei - Grafik  I Aus Anlass des 90. Geburtstages
          im Kabinett: Skizzen-Studien-Zeichnungen der Romantiker
2009/ 2010 Jubiläumsausstellung der KUNSTAUSSTELLUNG KÜHL, 85 Jahre Teil II, 
           Künstler der Galerie  - ausgewählte Werke
2011 unverblümt und fein gestimmt - 
erfüllter Kosmos im gebannten Licht
Künstler der Galerie, ausgewählte Werke
2011/ 2012  PAUL HOFMANN  I  Stoffbilder und Grafik
          Arbeiten auf Papier  I  Künstler der Galerie, ausgewählte Werke
Dauer der Exposition: 4.12.2011 - 28.1.2012
Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch ein.

zum Werk:
„Sein expressiver Realismus beruft sich auf Vorbilder von Corinth bis Kokoschka, von Heckel zu Schmidt-Rottluff. Er begreift sie als gewachsene Haltungen, denen er aus eigenem Erleben und Schauen seine Erkenntnis und Gestaltung zur Seite stellt. Die gründet im Jasagen zu Leben und Leiden, ohne den Zynismus, auch ohne den Verbesserungswillen der Veristen gleich Dix. Immerhin herrscht Ernst in seinen Porträts und Interieurs und Landschaften. Menschenantlitze weisen ihr Schicksal vor, Gehäuse ihre eingeprägten Lebensspuren, Landschaften ihre Wandlungen durch Wetter und menschliche Tätigkeit und Untat.
Ihrem souveränen Dasein gibt er feste Form in den Gemälden, auch Linolschnitten. Er lockert sich selber im Gebrauch der Monotypie, die auch Reize des Zufalls willig nutzt.  Reiche Möglichkeiten erschließt er sich in der zwischen fließender Kontur und Staccato schnürregenartigen Schraffen wechselnden Federzeichnung, größere Spontanität im Aquarell.“
Diether Schmidt, Auszug aus dem Vorwort des Kataloges: Rosso H. Majores. Malerei und Grafik. Ernst- Rietschel-Kulturring e. V. Pulsnitz. 1995.

Literatur (Auswahl):
Rosso H. Majores. Kat. (Ernst-Rietschel-Kulturring), Pulsnitz 1995.
Rosso H. Majores. Grafiken und Aquarelle. Kat. (Galerie Kunst der Zeit), Dresden 1981.

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Rosso Majores. In der Heide bei Neuendorf; Hiddensee, 1957 Aquarell, monogr. u. re. 50,5 x 65 cm