Fritz Winkler (* 1894, † 1969)

Biografie:

1894 geboren in Dresden
1809 – 1912 Studium an der Kunstgewerbeakademie in Dresden
1912 – 15, 1918 – 21 Dresdner Akademie für Bildende Künste, Meisterschüler bei Emmanuel Hegenbarth
1915 - 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg, Verlust eines Auges
1921 freischaffend in Dresden tätig
1921 – 1928 Zeichnungen für Zeitschriften
1933 unerwünschter Künstler
1943 - 1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft
1945 Atelier in Dresden wird zerstört
ab 1945 freischaffend in Dresden
1969 Fritz Winkler starb in Dresden.

Ausstellung in der Kunstausstellung Kühl:

2009  85 Jahre -  Jubiläumsausstellung der Galerie Kunstausstellung Kühl, TEIL I
           ausgewählte Werke

 

Ausstellungen (Auswahl):

Auszeichnungen:

Die Arbeiten befinden sich im Besitz von:

aus Rezensionen (Auswahl):
„Winkler hat Aquarelle, auf denen aqua - das Wasser wahrhaftig oberstes Element ist. Während andere von technischen Schwierigkeiten des Aquarells zu ängstlicher Sorgfalt und prüfender Tönung gedrängt werden, lässt Winkler das Wasser und die Farben laufen, fast fessellos ineinanderfließen, aber plötzlich bändigt er die farbige Flut im richtigen Moment und lässt sie Flächen bilden, Flecken, die die Verzweiflung der Anfänger sind, weil diese Wolkenränder nicht in ihre Komposition passen – bei Winkler passen sie hinein, das ist das Entscheidende! Was für ein Aufqualmen und Niederwolken über rotbraunen Ackerschollen und umdunsteten Wäldern! Was für eine strahlende Farbsymphonie über der mit ein paar Wischern hingesetzten Waldlichtung! Was für ein malerisches Leben in einer einfachen grünen Wiesenfläche, durch die ein Bachrinnsal spielt […]. Und alles das wird erreicht mit einer naturnahen Darstellung, die keine zackigen Dreiecke und keine auseinandergezerrten und wieder zusammengestoppelten Bildteile kennt. Winkler beweist mit seiner nur auf malerischen Mitteln aufgebauten Kunst, dass die naturnahe Form keine Fessel zu sein braucht. Es ist leichter, mit einem Taschenspielertrick aus Bruchstücken einer zerschlagene klassischen Form ein rechnerisch interessantes Bild zusammenzubauen, als die Jahrtausende alte Kultur des Pinsels fortzuführen und doch lebendige Bilder zu malen.“
Erich Knauf: Bewegte Landschaft – Fritz Winkler. In: Künstler in Dresden im 20. Jahrhundert. Literarische Porträts. Hrsg.: Wulf Kirsten und Hans-Peter Lühr. Dresden 2005.

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Winkler, Fritz. Tiger. o. J. Tusche, Aquarell, Nachlaßbestätigung. 48 x 62 cm