Bernhard Heisig

(1925 Breslau-2011 Strodehne, Brandenburg), Sohn des Breslauer Künstlers Walter Heisig (1882–1941), erhielt dort seine erste Ausbildung, 1941 bis 1942 Besuch der Kunstgewerbeschule Breslau, 1942 bis 1945 Kriegsfreiwilliger, schwer verwundet, nach sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1945 nach Breslau entlassen, ab 1948 Studium in Leipzig an der Fachhochschule für angewandte Kunst, ab 1949 an der Akademie für graphische Kunst und Buchgewerbe, 1951 Abbruch des Studiums, 1951 bis 1954 Schwerpunkt: Zeichnungen und Lithographien, Buchillustrationen für Werke von Ludwig Renn, Johannes R. Becher, Erich Maria Remarque und weiteren Autoren, freiberuflich in Leipzig, 1954 Dozent an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, 1961 Professor und Rektor, 1956 bis 1959 Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler (VBK) Leipzig, Absetzung als Rektor nach kritischen Äußerungen auf dem V. Kongress des VBK 1964, als Dozent und Leiter der Abteilung Graphik und Malerei bleibt er an der Hochschule, 1968 zunehmender Dogmatismus an der Kunsthochschule veranlasst ihn zur Kündigung seiner Dozententätigkeit, freiberuflich tätig, 1971 Rehabilitierung, 1972 Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler (VBK) Leipzig, 1974 Vizepräsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR, 1976 Rückkehr an die Leipziger Hochschule, wiederum Rektor, 1989 aus Protest gegen die Politik der DDR-Führung Rückgabe der 1972 und 1978 verliehenen Nationalpreise der DDR, Austritt aus der SED