Wolfgang Petrovsky
(* 1947 Hainsberg), 1962 bis 1966 Tischlerausbildung mit Abitur, 1966 bis 1970 Studium der Kunsterziehung Karl-Marx-Universität Leipzig, Anstellung bei dem Rat der Stadt Dresden nach Grundwehrdienst in der NVA, danach freischaffend, 1978 u. 1982 Studienaufenthalte auf Schloss Kochberg, 1979 Studienreise in das sowjetische Mittelasien, ab 1979 neben der künstlerischen Tätigkeit Leiter des Volkskunstzirkels im Betriebsteil Wolfen des Chemiekombinats Bitterfeld, Beginn des Bitterfeldprojekts, verstärkte Auseinandersetzung mit politischen Themen, so bspsw. ab 1980 Realisierung der Postkartenserie „Signale“ gegen Raketenstationierung in Ost und West,
ab 1982 freundschaftliche Verbindung und zeitweilige Kooperation (Postkarten, Graphik, Tafelbilder) mit dem Künstler Frank Voigt, 1982 Projekt „aktion = hoffnung“, 1983 Buch-Aktion „FREEZE“ und Beginn der Arbeiten zu Victor Klemperers LTI (Postkarten, Graphik, Collagen), 1986 Postkartenprojekt „made in germany und anderswo / für Victor Klemperer“, 1987 Postkartenserie zur Perestroika „DA“, ab 1988 „DA“-Folge sowie die „Hommage á Schwitters“ und „Von DADA zu DA“, kurz vor 1989 Mail-Art-Aktion „Erinnerung 1. September 1939“, 1989 Mitbegründer des Kunstvereins Bitterfeld-Wolfen und Mitinitiator des Aufrufs „Künstler für Bitterfeld“, 1973 bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR, zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1982/1983 und 1987/1988 an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1990 Arbeitsaufenthalt in Japan, 1990 bis 1993 Lehraufträge an den Hochschulen für Bildende Künste in Dresden (HfBK) und Hamburg und der Fakultät Architektur der Technischen Universität Dresden, 1990/91 Beteiligung am Projekt „Fahne“, Villa Streccius des Kunstvereins Landau und 1994 am Projekt „Flagge zeigen“ der Edition Staeck Heidelberg, 2000 Studienaufenthalt auf Schloss Wiepersdorf, gemeinsames Projekt mit dem Komponisten Hartmut Dorschner „BILD-TEXT-KLANG-KOMPOSITIONEN“, weiterhin in diesem Jahr Artist in Residence der Universität Erfurt